22. Mai 2019

Iselin für den Sofortkauf (verkauft)

Iselin ist 30 cm groß und hat marzipanfarbene Haut, blaue Augen und rotbraunes Haar. Sie trägt einen weißen Rock mit rosa Herzchen, ein pinkfarbenes Shirt, senfgelbe Hosen mit Blumen, rosa Schuhe und eine Ringelmütze in Pink und Weiß.

Die Puppe ist für 165 Euro in meinem Etsy-Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Puppen für den Sofortkauf, sofern gerade vorrätig, findet ihr hier, mein Portfolio hier und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinem Etsy-Shop erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (die Babys jedoch nicht), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


20. Mai 2019

Bücher: „Frau im Dunkeln“ von Elena Ferrante

Wenn ich Elena Ferrante eine Frage stellen könnte, wäre es die nach den Puppen. Die spielen nämlich in allen Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe, eine wichtige Rolle. In der Neapel-Tetralogie, in der es um die Freundschaft von Lila und Elena geht, bilden die Puppen ihrer Kindheit den Rahmen der Handlung, der mehrere Jahrzehnte umspannt. Zu Beginn des ersten Teils „Meine geniale Freundin“ verlieren die beiden ihre Puppen oder stoßen sie vielmehr von sich weg hinab in den dunklen Keller von Don Achille und es folgt eine Mutprobe, die zwar ihre Freundschaft besiegelt, die Puppen aber bleiben verschwunden. In den folgenden drei Teilen wird immer wieder Bezug auf diese Episode genommen, schließlich tauchen die Puppen ganz am Ende der Geschichte wieder auf, aber es bleibt ein Rätsel, wo sie all die Jahre waren. In „Der Strand bei Nacht“, Elena Ferrantes erstem Kinderbuch, das letztes Jahr erschien und das ich hier ausführlich besprochen habe, gibt es einen Wechsel der Perspektive und es stehen die Erlebnisse und das Empfinden einer Puppe im Mittelpunkt, die allein am Strand zurückgelassen wird, vergessen von ihrem Kind. Es geht dabei auch um etwas, das die Autorin selbst sehr, sehr gut beherrscht, nämlich die Kraft und das Wunder der Sprache.

Bereits einige Jahre vor der Neapel-Tetralogie war „Frau im Dunkeln“ erschienen, ein frühes Werk der Autorin, das nach ihrem großen Erfolg dieses Jahr noch einmal in neuer Übersetzung in Deutschland aufgelegt wurde. Es handelt von Leda – knapp fünfzig, allein lebend, Mutter zweier erwachsener Töchter, Universitätsprofessorin in Florenz -, die einen Sommerurlaub an der süditalienischen Küste verbringt, der erste seit dem Auszug der Kinder. Die Zeit am Strand vertreibt sie sich damit, eine junge Frau und deren kleines Mädchen zu beobachten, die innig vor sich hin spielen:

„Bei anderer Gelegenheit beobachtete ich, wie sie gemeinsam mit der Puppe spielten. Es machte ihnen großen Spaß, sie zogen sie an und aus, schmierten sie im Spiel mit Sonnenmilch ein, badeten sie in einem grünen Eimer, rubbelten sie anschließend trocken, damit ihr nicht kalt wurde, drückten sie an ihre Brust, wie um sie zu stillen, fütterten sie mit Brei aus Sand oder legten sie zwischen sich auf das Handtuch in die Sonne. Die junge Frau war schön, doch erst ihr Muttersein machte sie zu etwas Besonderem, sie schien nur ihre Tochter im Sinn zu haben.“

Und an anderer Stelle heißt es:

„Sie (die Puppe, Anmerkung von mir) bewahrte die Liebe zwischen Nina und Elena auf, das Band ihrer Zuneigung, die Leidenschaft, die sie füreinander empfanden. Sie war der strahlende Beweis eines glücklichen Mutterdaseins.“

Zunächst ist Leda wohlwollend und fasziniert, denn Nina und Elena erinnern sie an ihre eigene Vergangenheit als junge Mutter. Sie verliert sich immer mehr in ihren Erinnerungen, nicht nur an Schönes, sondern auch an alles Schwierige, Herausfordernde, Überfordernde und sie erkennt, dass sie ihren Töchtern vermutlich keine liebevolle Mutter war. So schlägt die anfängliche Sympathie allmählich in Wut und Neid um und sie lässt sich zu einer verstörenden Tat hinreißen, die besonders dem kleinen Mädchen sehr zusetzt.

In dieser Geschichte geht es vor allem um die Frage, was es bedeutet, eine Frau und Mutter zu sein und dabei eigene Wege gehen zu wollen. Es geht um all die widersprüchlichen Gefühle, die Frauen, Mütter sich selbst kaum eingestehen wollen, weil sie eigentlich unsagbar und unerhört sind. Diese Schonungslosigkeit, die tiefe Emotionalität und natürlich die einzigartige Erzählkunst von Elena Ferrante machen das Buch zu einer äußerst spannenden und eindringlichen Lektüre, die lange in mir nachwirkte. Dass dabei auch eine Puppe eine tragende Rolle spielt, hat mich besonders berührt hat.

Antwort auf meine eingangs gestellte Frage, welche Bedeutung Puppen für die Autorin persönlich haben, erhoffe ich mir von ihrem neusten Buch „Frantumaglia: Mein geschriebenes Leben“, einem Selbstporträt, das ich mir für den Sommer aufhebe und das dann vielleicht auch hier besprochen werden wird.

Elena Ferrante: Frau im Dunkeln, Suhrkamp Verlag, ISBN: 3518428705, 22 Euro.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


17. Mai 2019

Hilo für den Sofortkauf

Hilo ist 30 cm groß und hat marzipanfarbene Haut, braune Augen und braunes Haar mit zwei festen Zöpfen und einem Pony. Sie trägt ein buntes Blümchenkleid, ein hellviolettes Shirt, rote Hosen, senfgelbe Schuhe und eine Mütze im Farbverlauf Pink, Senfgelb, Orange und etwas Grün.

Die Puppe ist für 165 Euro in meinem Etsy-Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Puppen für den Sofortkauf, sofern gerade vorrätig, findet ihr hier, mein Portfolio hier und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinem Etsy-Shop erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (die Babys jedoch nicht), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


15. Mai 2019

Mit Mariengold gemacht #17

1 Man muss schon genau hinschauen, um das kleine Extra an Renates Puppenjungen zu entdecken. Dieses und viele weitere Details findet ihr in meinem Details E-Book.

2 Caro von NATURKINDER hat ein Herz für Puppen. Im März versteigerte sie auf Instagram eine Puppe nach meinem Baby Twink E-Book für einen guten Zweck. Ihren typischen Stil würde ich aus hunderten Puppen erkennen!

3 Bei Katrin ist mit meinem Pip E-Book eine Puppe für die Puppe entstanden: „Made a new doll for my daughter. Now Mimi is the baby and must go to the dentist with her.“

4 Puppen und Weihnachten, das gehört einfach zusammen. Für viele bedeutet das, in der Vorweihnachtzeit zum ersten Mal überhaupt selbst eine Puppe zu nähen, was Freude und Stress zugleich bedeuten kann. Umso schöner, wenn, wie bei Dagmar, das Werk pünktlich vollendet ist und das Fest dann wirklich kommen darf.

5 Es ringelt fröhlich bei Instagram. Ich freue mich immer sehr, wenn ich dort Bilder von Strümpfen sehe, die nach meiner Anleitung entstanden sind, wie diese von Julia: „Ich bin so stolz, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich je an Socken wagen würde!“

6 Puppen und Fasching gehen auch gut zusammen. Britta schickt mir regelmäßig Bilder von Lisa, der Puppe, die sie vor Jahren bei mir im Kurs machte, und ihrer Tochter im Partnerlook, dieses Jahr: Sushi.

7 Mein Puppennähkurs im Wien Anfang März war wieder etwas ganz Besonderes für mich. Es lag schon ein Hauch Frühling in der Luft, die Stadt empfing mich mit offenen Armen und Herzen und es entstanden sieben Puppen, die monatelang von den Teilnehmerinnen herbeigefreut worden waren. Nächstes Jahr komme ich wieder, gleiche Zeit, selber Ort. Liebe Österreicherinnen, bei Interesse schreibt mir an hello@mariengold.net und ich gebe euch Bescheid, sobald der Termin fix ist.

Wenn ihr auch einmal Teil dieser Reihe sein möchtet, schickt eure Bilder gern an hello@mariengold.net. Mein DIY-Angebot zur Herstellung von Puppen findet ihr in meinem Etsy-Shop, mein Kursangebot hier, alle Beiträge dieser Reihe hier.


13. Mai 2019

Gleichmutig

Es ist Mitte Mai und wie jedes Jahr um diese Zeit befindet sich Mariengold in einem Tief. Das heißt, ich habe kaum Aufträge für Puppen und nur wenige Bestellungen in meinem Shop. Woran genau das liegt, weiß ich nicht, aber ich kenne das schon aus den letzten Jahren, in denen Frühling und Frühsommer auch immer relativ umsatzschwach waren. Weil ich dazu neige, mir so etwas zu Herzen zu nehmen, arbeite ich seit zwei, drei Jahren bewusst daran, eine Gelassenheit zu entwickeln, die in Zeiten wie diesen trägt.

Solche Schwankungen sind ganz normal, das wissen alle, die selbständig arbeiten. Mal läuft es gut, mal nicht. Mal fließt es kräftig und beständig, mal tröpfelt es nur vor sich hin. Phasen der Intensität und der Ruhe wechseln sich immer ab, das ist der natürliche Lauf der Dinge. Auch wenn es schwer zu glauben ist, wenn man mittendrin steckt: Alles, auch das, geschieht für uns, nicht gegen uns. Die Energie immer auf dem höchsten Punkt halten zu wollen, baut nur Druck auf, kostet Kraft und macht es einem unnötig schwer. Das Gleiche gilt für Kontrolle. Es lässt sich viel gestalten, aber nicht durch Festhalten an starren Vorstellungen, sondern durch Loslassen und indem man sich dem Strom des Lebens anvertraut und mit sich selbst in Verbindung bleibt. Sorgen zerknittern nur das Herz und die Stirn.

Damit ich nicht in eine negative Gedankenspirale hineinkomme, sorge ich vor. Was mir am meisten hilft, ist, dass ich schon seit einigen Jahren jeden Monat Geld für solche Zeiten zurücklege. So bin ich grundversorgt und kann die wichtigsten Ausgaben zahlen. Das tut schon einmal sehr gut und hält den Kopf frei. Das Zweite ist eine positive Einstellung. Ich richte meinen Fokus darauf, diese Zeit, in der ich viel weniger zu tun habe als sonst, so angenehm und erfüllend wie möglich zu gestalten. Da fallen mir viele schöne und nützliche Dinge ein: zuerst einmal ausruhen und regenerieren, denn so ein Tief kommt meist nach einer sehr arbeitsreichen Phase, also Körper und Seele Gutes tun, auch dem Geist, indem ich mich weiterbilde, lese, Ausstellungen besuche, natürlich auch in die Natur gehen, ausgedehnte Spaziergänge machen und unbekannte Ecken meiner Stadt erkunden, den Wechsel der Jahreszeiten wahrnehmen, Menschen treffen, die Wohnung blitzeblank putzen, endlich diese Kimono-Jacke nähen, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht, und so weiter.

Es lässt sich unter diesen Umständen aber auch sehr gut arbeiten, zwar mit dem Wermutstropfen, dass diese Arbeit nicht direkt bezahlt wird, aber dafür bringt sie viel Freude und Lust an der Gestaltung, denn sie ist eine Investition in die Zukunft. Neben dem laufenden Geschäft (Puppen nähen, Kurse vorbereiten, Materialpakete schnüren, E-Books verschicken etc.) habe ich immer auch besondere Vorhaben auf dem Zettel, für die mir oft Zeit und Muße fehlen. Diese lassen sich jetzt gut auf den Weg bringen mit dem erstaunlichen Nebeneffekt, dass die positive Energie, die mit der Umsetzung von Herzensprojekten verbunden ist, den Erfolg wieder anzieht. Beschäftigungen, die Freude machen, sind jetzt wohltuend, die aufbauen, erheben und inspirieren.

Klingt leicht und gut machbar? Das ist es auch, wenn man vorher etwas Wichtiges mit sich selbst geklärt hat und zwar den eigenen Wert und in welcher Beziehung dieser zu Arbeit und Erfolgsparametern wie Geld, Ansehen, Likes und Follower steht. Denn natürlich lässt sich so eine Zeit nur dann frei gestalten, konstruktiv nutzen und auch genießen, wenn man in seinem Selbstwertgefühl nicht vollkommen abhängig ist von der Bestätigung von außen, sondern ihn auch (und immer mehr) in sich drinnen findet, was sicher für die meisten eine Lebensaufgabe ist, auch für mich. Je mehr mir das gelingt, desto mehr kann ich von Erwartungen loslassen und Vertrauen aufbauen, dass alles gut ist, wie es ist. Nichts bleibt jemals, wie es war, das Leben ist immer in Wandlung und meint es dabei immer gut mit uns. Sich stark und flexibel zu machen für diesen Weg, von dem wir niemals wissen, wie er verlaufen wird, ist etwas sehr Wichtiges und Gutes, das wir für uns selbst tun können.

Damit in Frieden zu kommen, war ein Prozess von mehreren Jahren für mich, an dessen Beginn die bewusste Entscheidung stand, nicht länger unter diesen Aufs und Abs leiden zu wollen. Heute bin ich froh, mir diesen Spielraum erobert zu haben und berücksichtige diese Phasen auch in meiner Jahresplanung. Gerade erfreue ich mich daran, in Ruhe die kommende Landpartie für Puppennähverliebte vorzubereiten, viel zu schreiben, ausführlich über eine Idee nachzudenken, die vielleicht mein nächstes großes Projekt wird, und alles ein bisschen langsamer, aufmerksamer und liebevoller zu machen. Und davon nehme ich dann etwas mit in die nächste Hochzeit, in der ich wieder mehr Arbeit haben werde, als ich eigentlich bewältigen kann, denn das ist die andere Seite der Medaille, dieser wilden, freien und wunderbaren Selbständigkeit mit Handarbeit, dem Glück von der eigenen Hände Arbeit leben zu dürfen.